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Meine Frau zu begeistern war nicht besonders schwer und mit meinem
Bekannten war ich auch schnell einig und so befindet sich das Fahrzeug heute in meinem Besitz. Nun sollte das Gerät ja auch laufen, also erst einmal alles nachsehen, da habe ich festgestellt, das Fahrzeug hat eine 24V Bordelektrik. Beim ersten Versuch konnte ich keinen Zündfunken erzeugen, und die folgende Überprüfung endete bei der Zündspule. Woher sollte ich aber auf die schnelle eine 24V Zündspule herbekommen? Wieder in die Scheune geschoben und erst einmal überlegen. Am nächsten Tag als erstes zum Schrottplatz und 3 gute 12V Batterien, eine 12V Zündspule und diverse Zündkabel besorgt. Wieder beim Fahrzeug, habe ich die 12V Zündspule eingebaut und einen extra Stromkreis(12V) für die Zündung gelegt und siehe da, ein Zündfunke. Nun sollte er aber laufen, einen Schuß Benzin in den Vergaser, den Zündstrom anschließen und den Starterknopf drücken, nach ein paar Versuchen machte es auch tatsächlich put-put, aber richtig anspringen wollte er noch nicht. Nochmal die Benzinleitung überprüft, hatte den Sprit aus dem Tank noch nicht hoch gepumpt, noch ein paar mal den Starterknopf gedrückt und das Benzin wurde von der Benzinpumpe zum Vergaser gepumpt. Benzinleitung wieder verbunden und einen neuen Versuch der mit dem Anspringen des Motors belohnt wurde. |
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Na super, der Motor läuft, zwar noch nicht richtig rund und ohne Leistung, aber er springt sofort an.
Nach einem Blick in die Schwimmerkammern des Vergasers war mir klar, der Vergaser braucht neue
Dichtungen und eine Generalüberholung. Jetzt war erst einmal der Oldtimermarkt in Bockhorn zur Informationsbeschaffung wichtig. Leider funktionierten die Bremsen am Borgward nicht sonst hätte ich ihn mitgenommen. Nach 2 Tagen intensiver Suche, etlichen Gesprächen und um einiges an Wissen reicher, habe ich dann den Plan ein H-Kennzeichen für den Borgward zu besorgen aufgegeben. Jetzt habe ich noch einen guten Motor, denn aus wirtschaftlichen Gründen(der Benzinmotor ist mit 19 L /100 km angegeben) soll dann doch ein Dieselmotor das gute Stück antreiben.Die Bremsanlage sollte ich dann auch gleich mit umrüsten, denn die originale Einkreis - Bremsanlage ist bei den heutigen Gegebenheiten wohl nicht mehr zeitgemäß. Der Oldtimermarkt in Bockhorn war sehr informativ, unter anderem bekam ich den Tipp mir einmal das Borgward-Forum anzusehen. Dort habe ich mich erst einmal umgesehen und bin bei den älteren Beiträgen auf folgenden Eintrag gestoßen: Datum: 10-12-03 10:39 Borgward B522-AD zu verkaufen. Bj. 1961, Diesel, 51KW, 3,3 Liter. Dachgepäcktrager mit Alukisten (siehe Foto), Webasto-Standheizung, Wohnmobilausbau mit Durchgang zur Fahrerkabine, neues zweites Ersatzrad, Truma Gasheizung, Gasflasche, abschließbarer Kanisterhalter für 9 Kanister. Motor läuft, Hinterachse leicht verbogen, auf Teer kein Problem sonst technisch in Ordnung. Standort Kreis Darmstadt/Dieburg. |
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| Mein Interesse war geweckt und ich habe per e-Mail nachgefragt, ob das Angebot noch aktuell ist.
Das Fahrzeug war noch nicht verkauft. Jetzt war ich endgültig vom Borgward - Fieber infiziert und habe alle Möglichkeiten ausgeschöpft um den Borgward nach Friesland zu holen. Es dauerte ein paar Wochen alles zu organisieren und am ersten Wochenende im September 2004 war es dann soweit, mit einer Schleppstange, Batterien und roten Kennzeichen haben wir uns dann auf den Weg gemacht. Ich hatte mich mit der Verkäuferin für morgens 6 Uhr verabredet, da es ein Freitag war und sie noch arbeiten sollte. Angekommen, den Borgward gesehen und es stand schon fest, das gute Stück muß mit. Erst einmal einen Kaffee, weil es noch nicht hell genug war, um alles genau zu untersuchen. Dann war es soweit, Sichtkontrolle, Batterien einbauen, Öl und Wasser kontrollieren, den Schlüssel in das Zündschloß, 1 Minute vorglühen und der Motor sprang gleich beim ersten Versuch an. Den Kaufvertrag ausgefüllt und bezahlt. Die Steckachse hinten rechts war nicht fest verschraubt und beim nachziehen habe ich dann festgestellt, das 3 von 6 Schrauben sich nicht mehr anziehen ließen, weil die Gewinde herausgerissen waren. Mit einer Scheibe aus Tischlerplatte habe ich dann die Steckachse provisorisch gesichert, den Reifen hinten links hätte ich auch noch wechseln sollen, aber dazu fehlte uns die Motivation und der Wagenheber, die Bremsen waren auch nicht die Besten und so sind wir dann erst einmal zur nächsten Tankstelle gefahren. Was für ein Fahrgefühl mit Zwischenkupplung und das Teil brauchte wirklich ewig um auf Touren zu kommen. Kurz vor der Tankstelle ist dann noch die Öldruckleitung zum Öldruckmesser im Amaturenbrett geplatzt, was mir einen schwarzen Fuß einbrachte, aber sonst kein Problem war, da ich den Schlauch einfach abgeschnitten, mit einer M6 Schraube und einer Schlauchschelle abgedichtet habe. Die Steckachse hatte gut Öl in der Felge verteilt, was mit einer Plastiktüte und einem Gummiring auch provisorisch zu beheben war. Dann kamen 600 km Rückfahrt, von der ich lieber nicht berichte, da sonst unsere lieben Ordnungshüter vielleicht noch auf den Plan kommen etwas zu unternehmen. |
![]() angekommen... |
![]() Afrika - Flicken |
![]() Steckachse |
| Den B 2000 mußte ich leider wieder verkaufen, was mir doch richtig gegen den Strich ging. Der B 522 hat jetzt einen trockenen Platz in meiner neuen Halle gefunden und wartet nur darauf endlich wieder auf die Straße zu können. |