
WARTUNG UND PFLEGE
Zur ständigen Betriebsbereitschaft Ihres Borgward-Lastkraftwagens gehört neben einer sachgemäßen Bedienung eine sorgfältige Pflege. Achten Sie bitte besonders auf regelmäßige Einhaltung der Zeiten für
die gründliche Durchführung der im nachfolgenden Teil aufgeführtenArbeiten.
Die Wartungs- und Pflegearbeiten sind in einer Tabelle (Seite 56 und 57) Übersichtlich zusammengefaßt und entsprechen dem im Kundendienstheft angegebenen Arbeitsumfang. Die einzelnen Arbeiten selbst sind mit Kennummern versehen und im folgenden Abschnitt näher beschrieben.
SeitenanfangKraftstoffanlage
Verunreinigungen in der Kraftstoffanlage können zu Betriebsstörungen führen. Es ist daher unbedingt wichtig, alle Geräte, die mit Kraftstoff in Berührung kommen, peinlichst sauber zu halten.
1. Die gesamte Kraftstoffanlage soll mindestens alle 48 000 krn einer Reinigung unterzogen werden. Der Kraftstoff ist aus dem Behälter abzulassen und das am Steigrohr (Ansaugrohr) befindliche Sieb zu reinigen. Nach Durchspülung des Kraftstoffbehälters mit Vergaser-Kraftstoff und Reinigung der Anschlußleitungen kann der abgelassene Kraftstoff gut gefiltert wieder aufgefüllt werden. Gleichzeitig sollen Kraftstoff-Förderpumpe und Vergaser gereinigt und überprüft werden.
2. Sämtliche Gelenke der Betätigungsgestänge nach jeweils 2000 km mit Motoröl leicht ölen. Starterzug auf volles Öffnen und Schließen kontrollieren.
3.
Der Ölstand im Ölbadluftfilter ist alle 2000 km zu kontrollieren und
evtl. zu ergänzen. Hierzu den Ölbehälter des Filters abnehmen. (Abb. 3)
Den Ölstand nur bis zur Markierung ergänzen, da bei zuviel aufgefülltem
Öl die Gefahr der Verölung der Ansaugwege besteht.
4. Den Ölbadluftfilter alle 8000 km abbauen, in Kraftstoff reinigen und neu mit Motoröl bis zur Markierung befüllen. (Abb. 33) Gleichzeitig ist der Vergaser abzubauen und gründlich zu reinigen. Evtl. Schmutzrückstände im Schwimmergehäuse entfernen und Düsen säubern.
SeitenanfangMOTOR
5. Die Befestigungsschrauben für die Motoraufhängung sind alle 2000 km auf festen Sitz zu kontrollieren. Dabei gleichzeitig die Gummiteile
der Motorlager auf einwandfreie Beschaffenheit untersuchen.
Kühler-Befestigungsschrauben und Anschlüsse der Massebänder nachziehen.
6. Das Ventilspiel bei km-Stand 500, 1000, 2000, 8000 und danach alle 8000 km neu einstellen. Das Spiel zwischen Kipphebelgleitfläche und Ventilschaft muß bei betriebswarmem Motor für das Einlaß- und Auslaßventil 0,2 mm betragen.
Nach
Entfernen der beiden seitlich an der Zylinderkopfhaube angebrachten
Verschlußdeckel das Ventilspiel bei laufendem Motor in betriebswarmem
Zustand mittels Ringschlüssel und Schraubenzieher einstellen. (Abb. 34)
Das Ventilspiel ist mit einem Meßblatt (Fühllehre) 0,2 mm zu prüfen.
Für die drei ersten und drei letzten Kipphebel kann das Meßblatt in
Fahrtrichtung gesehen, von der rechten Seite eingeführt werden. Die
mittleren sechs Kipphebel sind nur von der linken Seite aus zugängig.
7.
Von der Spannung des Keilriemens, der Wasserpumpe und Lichtmaschine von
der Kurbelwelle aus antreibt, hängt die Leistung des Kühlsystems und
der elektrischen Anlage sowie die Lebensdauer des Keilriemens ab.
Der Keilriemen ist dann richtig gespannt, wenn sich dieser bei einer Zug- oder Druckbelastung von 5 kg ca. 6 mm durchspannen läßt. Alle 2000 km kontrollieren! (Abb. 36)
8. Nach jeweils 8000 km ist die Ansaugrohrdichtung zu kontrollieren. Hierzu Motoröl mittels Spritzkanne bei laufendem Motor zwischen Ansaugrohr und Zylinderkopf spritzen. Wird das Öl weggesogen, ist die Abdichtung nicht einwandfrei und muß erneuert werden.
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9. Die Kontakte des Zündverteiler-Unterbrechers sind auf richtigen Öffnungsabstand zu prüfen. Dieser muß 0,4mm betragen. Es wird empfohlen, bei evtl. Verbrennung der Kontakte diese umgehend zu erneuern. Kontakte des Verteilers und Unterbrechers sind peinlich sauber zu halten. Öl und Fett an den Kontakten ergeben eine frühzeitige Abnutzung und unregelmäßige Zündung. (Abb. 37 u. 38) 10. Nach Abnehmen der Verteilerkappe einige Tropfen Motoröl auf den Filz in Nockenbohrung geben. Verteilernocken leicht fetten. Fettkeil am Unterbrechergleitstück nachprüfen bzw. erneuern (alle 8000 km). 11. Öler am Verteiler alle 2000 km neu mit Motoröl befüllen. 12. Der Zündkerzensteinfuß muß nach längerem Gebrauch eine hellbraune Farbe haben. Hellgraue und schwarze Farben deuten auf Störungen der Gemischbildung hin. Verölte Zündkerzen sind ein Zeichen für schlecht abdichtende Kolbenringe. Mit einer feinen Drahtbürste sollen die Kontakte der Zündkerzen (alle 8000km) gereinigt werden. Verölte Zündkerzen wasche man in Benzin aus. Der Elektrodenabstand soll 0,7 - 0,8mm betragen. Nach ca. 15000 km sind die Zündkerzen durch neue zu ersetzen. (Abt). 39) |
13. Die Zylinderkopfschrauben nach 1000 km nachziehen. Dabei in der Mitte beginnend und über kreuz abwechselnd nach beiden Seiten fortschreitend anziehen. Zum Anziehen der Zylinderkopfschrauben ist ein Drehmomentenschlüssel zu verwenden. Das Anzugdrehmoment soll ca. 10 mkg betragen. 14. Zur Schmierung braucht der Motor eine festgelegte Öleinfüllmenge von 5,5 Ltr., die nicht uberschritten werden soll. Möglichst täglich den Ölstand in der Ölwanne kontrollieren. Die Kontrolle nur bei stillstehendem Motor vornehmen. Zunächst den Ölmeßstab herausziehen, abwischen, wieder einführen und dann am wieder herausgezogenen Stab den Ölstand ablesen. Sobald der Ölspiegel unterhalb der Minimummarke steht, muß mindestens bis zu dieser Marke Öl nachgefüllt werden (Abb. 40). Beim Nachfullen (Abb. 41) darauf achten, daß das gleiche Markenöl verwendet wird. Das Motoröl bei km-Stand 500, 1000, 2000 und danach alle 2000 km erneuern. Die Ölqualitäten im Sommer und Winter nach SAE 20, unter -8°C SAE 10 verwenden. Die Prüfung des Öldrucks beschränkt sich auf gelegentliche Beobachtung des Öldruck-Manometers während der Fahrt. Der Öldruck soll bei warmem Motor und mittlerer Drehzahl mindestens 1 atii betragen. Der Ölwechsel soll in warmem Zustand des Motors erfolgen. Nach Ablassen des alten Öles (Abb. 42) den Motor gut durchspülen. Hierzu füllt man etwa 3 Liter Spülöl oder dünnes Motorenöl in das Kurbelgehäuse und läßt den Motor mit dieser Füllung ca. 2 Minuten bei mittlerer Drehzahl laufen. Nach Abstellen des Motors Spülöl restlos ablassen und Verschraubung an der Olwanne wieder fest anziehen. Den Motor mit dem neu gefüllten Öl ca. 3 Minuten langsam laufen lassen, damit alle Schmierstellen mit dem neuen Öl gut versorgt werden. Zum Spülen niema!s Petroleum, Benzin oder Gasöl verwenden! |
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15. Das Ölsieb an der Zahnradölpumpe alle 48000 km herausnehmen und gründlich reinigen. Das kann nach Abnahme der Kurbelwanne geschehen, die gleichzeitig einer Reinigung unterzogen wird. Diese Überwachungsarbeit kann bei Verwendung von HD-Motorölen entfallen! 16. Der im Ölhauptstrom angeordnete Spaltfilter wird durch das Fußhebelwerk mit betätigt. Eine grundsätzliche Reinigung hat alle 2000 km zu erfolgen und ist vor dem Motorspülen vorzunehmen (Abb. 4 ). Zunächst sind durch Öffnen der Schlammablaßschraube die Ölrückstände abzulassen. Der Spaltfilter wird dann ausgebaut, in Benzin gereinigt und wieder eingesetzt. 17. Der Entlüfter zum Motorgehäuse ist alle 8000 km in Benzin zu reinigen und mit Motoröl zu benetzen. 18. Der Wasserstand im Kühler ist täglich zu kontrollieren und evtl. zu ergänzen (Abb. 44). Das Kühlsystem darf nur mit sauberem Wasser gefüllt werden. Mindestens einmal im Jahr ist der Kühler gründlich zu reinigen. Wir empfehlen zur Vermeidung von Schäden in den Kühlwasserräumen, dem Kühlwasser ca. 1 - 2 % (200ccm) Korrosionsschutzöl zuzusetzen. |
19. Die Fettbuchse an der Wasserpumpe ist alle 8000 km etwas nachzuziehen und immer rechtzeitig wieder mit Wälzlagerfett aufzufüllen. (Abb. 45). SeitenanfangKUPPLUNG 20. Die Schmierstellen der Kupplungsquerwelle (Abb. 6) sind alle 2000km abzuschmieren. Hierzu Abschmierfett verwenden! 21. Regelmäßig Leerweg des Kupplungsfußhebels von ca. 3cm prüfen und, wenn notwendig, einstellen lassen (Abb. 7). 22. Kupplungszwischenwelle alle 2000 km mit Abschmierfett schmieren (Abb. 48). 23. Das Ausrücklager für die Kupplungsbetätigung alle 48 000 km schmieren. Hierzu Getriebetunnel abbauen. den Deckel des Kupplungsgehäuses entfernen und den Schmierfilz im Gehäuse des Ausrücklagers mit Motoröl tränken. |
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24. Fußhebelwelle (2 Schmiernippel) alle 2000 km mit Abschmierfett abschmieren (Abb 9). |
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WECHSELGETRIEBE 25. Ölstand im Wechselgetriebe alle 2000km kontrollieren und evtl. ergänzen (Abb. 50). Nach jeweils 8000krn ist das Getriebeöl zu erneuern. Altes Getriebeöl in warmem Zustand ablassen und durch neues der Qualität SAE 90 ersetzen. Festgelegte Ölfüllmenge = 2,5 Ltr. |
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VERTEILERGETRIEBE 26. Ölstand im Verteilergetriebe alle 2000 km kontrollieren und evtl. ergänzen Erneuerung der Ölfüllung nach jeweils 8000 km. Ölfüllmenge: 1,25 Ltr. (Qualität nach SAE 90.) (Abb.51 ) |
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KRAFTÜBERTRAGUNG 27. Die Gelenke der Kraftübertragung sind alle 8000 km zu schmieren. Schmiernippel gut säubern und Abschmierfett einpressen (Abb. 52). |
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28. Die Keilwellen der Kraftübertragungsgelenke alle 2000 km mit Abschmierfett abschmieren (Abb. 5 )! |
VORDERACHSE 29. Ölstand im Vorderachsgehäuse alle 2000 km kontrollieren und evtl. ergänzen. Ölwechsel nach jeweils 8000km vornehmen. Ölfüllmenge: ca. 5,25 Ltr. (Qualität nach SAE 90.) (Abb. 54) |
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30. Gelenk der Diff.-Wellen alle 8000 km mit Getriebeöl SAE 140 schmieren. Schmiernippel gut sauber halten. Hierzu Vorderräder einschlagen und den Abschlußdeckel am Achsschenkel entfernen. Durch die Öffnung sind die Schmiernippel der Achswelle zu erreichen. (Achtung! Spezial-Abschmierzwischenstück notwendig!) |
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31. Die Vorderradlager nach jeweils 8000 km mit Wälzlagerfett abschmieren! (Abb. 55) Nach 48 000 km empfehlen wir, alle Vorderradnaben abzubauen, das alte Fett zu entfernen und in Benzin zu reinigen. Die Naben dann gut mit neuem Wälzlagerfett befüllt wieder montieren. |
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32. Achsbolzen alle 2000 km mit Abschmierfett schmieren: (4 Schmierstellen). (Abb. 56) 33. Die Federbolzen der Vorder- und Hinterfeder alle 2000 km mit Abschmierfett schmieren. (8 Schmierstellen.) (Abb. 57) Die eingebauten Teleskopstoßdämpfer bedürfen keiner besonderen Wartung! |
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34. Die Öfüllung der Hinterachse alle 2000 km kontrollieren und evtl. nachfüllen (Abb. 58). (Ölwechsel nach jeweils 8000 km vornehmen. Füllrnenge: ca. 5,5 Ltr. (Qualität nach SAE 90.) |
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35. Die Federböcke der Hinterachsabfederung alle 2000 km mit Abschmierfett schmieren (Abb. 59) |
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| LENKUNG 36. Das Öl im Lenkungsgehäuse muß rechtzeitig ergänzt werden. Hierzu ist alle 2000 km der Ölstand zu kontrollieren. Getriebeöl der Qualität nach SAE 90 verwenden (Abb. 60). 37. Die Schrnierstellen an den Kugelgelenken der Lenkschubstange nach jeweils 2000 km mit Abschrnierfett schmieren (Abb 61). 38. Kugelgelenke der Spurstange nach jeweils 2000 km mit Abschmierfett schmieren (Abb. 62). 39. Sämtliche Befestigungsmuttern und Sicherungen des Lenksystems und der Kugelgelenke alle 2000 km auf festen Sitz prüfen. |
![]() | 40. Vorspur der Vorderräder prüfen und bei evtl. Abweichungen neu einstellen. Sollwert: 0 - 3mm Vorspur. (Abb. 63) |
BREMSEN
41. Bremsseile alle 8000 km auf Leichtgängigkeit kontrollieren. Bremsseile säubern und einfetten.
42. Zur Erhöhung der Wirksamkeit Bremse nach den ersten 500 und 1000 km an allen Entlüftungsstellen gründilch entlüften. (Bremsflüssigkeit nachfüllen.) Flüssigkeitsstand im Reserveraum des Hauptbremszylinders nach jeweils 8000 km kontrollieren und evtl. ergänzen. Nur Original - Blaue Ate-Bremsflüssigkeit - verwenden. Mineralöle, auch nur in geringen Mengen, schädigen die Gummiteile der Bremse
43. Die Wirksamkeit der Bremsen ist alle 2000 km einer Prü fung zu unterziehen. Hand- und Fußbremse bei Bedarf neu einstellen. Hydraulik-System entlüften.
Entlüftung der Bremse
Zunächst überzeuge man sich, ob im Hauptbremszylinder genügend Bremsflüssigkeit, die zu dreiviertel den Reserveraum füllen soll, vorhanden ist.
Sodann entferne man an einem Radbremszylinder die Sechskantverschlußschraube. Der dem Werkzeug beiliegende Entlüftungsschlauch ist am Entlüftungsventil anzuschließen und durch den ebenfalls beigegebenen Steckschlüssel zu führen. Das Ende des Entlüftungsschlauches lege man in ein mit Bremsflüssigkeit zur Hälfte gefülltes reines Gefäß.
Die Entlüftungsschraube wird mittels des Steckschlüssels um einige Gewindegänge - aber nicht vollständig - herausgeschraubt. Dann trete man mehrmals schnell und stoßartig auf den Bremsfußhebel - gehe aber jedesmal ganz langsam wieder zurück -, wodurch Flüssigkeit samt Luft aus dem Entlüftungsschlauch in das Gefäß austritt. Dieses Pumpen wiederhole man so lange, bis sich im Gefäß keine Luftblasen mehr zeigen. Beim letzten Niedertreten des Fußhebels halte man diesen Hebel so lange in unterer Lage, bis die Entlüftungsschraube wieder fest geschlossen ist, dann laßt man den Fußhebel in seine obere Lage zurückgehen und schraube die Sechskantverschlußschraube wieder auf. Dieser Vorgang muß an den übrigen Radbremszylindern wiederholt werden .
![]() | 44. Bremswelle für Handbremshebel und Bremszwischenwelle alle 2000km mit Abschmierfett abschmieren (Abb. 64). |
45. Licht- und Signalanlage vor jeder Fahrt auf einwandfreie Funktion prüfen.
46. Das Ritzellager des Anlassers und die Verzahnung des Schwungrades nach 48000 km Fahrt mit einer Bürste säubern und wieder leicht einfetten, sowie das Antriebslager des Anlassers schmieren. Kollektor und Schleifbürsten des Anlassers und der Lichtmaschine prüfen.
Vor Beginn jeder Arbeit an der Lichtmaschine unter allen Umständen die Batterie durch den Hauptschalter von der elektrischen Anlage trennen. Beim Suchen von FehIerquellen ist nach dem Schaltplan zu verfahren.
Wir empfehlen in bestimmten Zeitabständen eine Überprüfung der Kabelführungen auf Scheuerstellen.
SeitenanfangBATTERIEPFLEGE
Um die Leistungsfähigkeit der Kraftfahrzeugbatterie zu erhalten, bedarf diese einer besonderen Pflege:
a) Batterie stets rein und trocken halten. Anschlußklemmen mit Säureschutzfett einfetten.
b) Keinerlei metallische Gegenstände auf die Batterie legen, da Kurzschlußgefahr.
47. c) Mindestens alle 2000 km nachsehen, ob die Säure 5 - 10 mm über der Plattenoberkante steht. Ist dies nicht der Fall, so ist destilliertes Wasser nachzufüllen. Batteriepole mit Polfett versehen!
d) Nur chemisch reine Akkumulatorensäure als Ersatz für ausgelaufene Säure nachfüllen. Die Dichte der Nachfüllung muß annähernd so groß sein, wie die Säure in der betreffenden Zelle.
Verdunstete Flüssigkeit dagegen ist nur durch destilliertes Wasser zu ersetzen.
e) Nach Einfüllen von Wasser oder Säure ist die Dichte erst nach guter Durchmischung in den Zellen zu messen, am besten nach halbstündigem Nachladen. Bei einem spezifischen Gewicht von 1,28 ist die Batterie gut aufgeladen.
f) Bei Arbeiten an der elektrischen Anlage Hauptschaltergriff nach unten stellen (evtl. abziehen)!
g) Zum Ableuchten der Zellen kein offenes Licht, sondern stets eine elektrische Lampe benutzen.
h) Batterie nicht entladen stehen lassen, bei Nichtgebrauch alle 4 Wochen laden.
i) Ebenso im Winter und bei dauernden Fahrten im Stadttempo, verbunden mit häufigem Anlassen und großem Lichtverbrauch, ist die Batterie gelegentlich aufzuladen.
SeitenanfangPFLEGE DES FAHRGESTELLS
48. Sämtliche Muttern, Schrauben und Sicherungen am Fahrgestell sind alle 8000 km auf festen Sitz zu prüfen.
49. Den Fahrgestellrahmen, die Federn und Aggregate von unten mit Korrosionsschutzöl einsprühen (alle 2000 km).
50. Anhängerkupplung nach je 2000 km mit Abschmierfett schmieren(Abb. 65). | ![]() |
51. Möglichst täglich festen Sitz der Radmuttern und Reifendruck prüfen! Reifendruck, vorn 3 atü, hinten 3 atü
Es ist außerdem wichtig, nach einer längeren Fahrt die Reifen auf einseitige Abnutzung hin zu untersuchen. Durch Auswechslung gegeneinander kann in der Regel eine weitaus längere Lebensdauer erreicht werden. Die Reifen sollen auch nicht direkt der heißen Sonne ausgesetzt sein, da Gummi in der Hitze spröde und rissig wird.
Die besseren Reifen möglichst auf die Vorderräder aufbringen, weil Reifenpannen an der Vorderachse während der Fahrt gefährlicher sind als an der Hinterachse.
Wenigstens einmal im Jahr, möglichst aber auch bei Reifenwechsel, bitten wir, die Felgen zu überprüfen und Beschädigungen der Farbe oder die Bildung von Rost zu beseitigen.
SeitenanfangAUFBAU
52. Nach je 8000 km Scharniere und Türschlösser prüfen und leicht ölen. Türen müssen einwandfrei schließen, evtl. Türschließkeile versetzen.